Oktober 30

Tagging im Marketing – Definition und Praxisbeispiele

Marketing-Automation, Contact-Management & CRM, Funnels

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Tags (deutsch: Etiketten) sind ein wichtiges Marketing-Instrument, um deine potenziellen und bestehenden Kunden, z.B. die Besucher deiner Website oder die Empfänger deines Newsletters, besser kennenzulernen. Mit Hilfe von Tags werden alle Personen zielgerichtet und nur mit relevanten Inhalten versorgt. Die positive Folge daraus ist: 

Deine Conversion-Rate, die Anzahl zufriedener Kunden und somit deine Profite steigen.

In diesem Artikel erfährst du die Definition von Tagging, wie Tagging im Marketing funktioniert und welche Arten von Marketing-Tags es gibt. Außerdem gehen wir auf das Taggen speziell im E-Mail Marketing ein und zeigen dir ein paar greifbare Praxisbeispiele. So wirst du im Handumdrehen zum echten Tagging-Profi.

Warum benötigen wir Marketing-Tags?

Tagging hilft dir dabei, mehr über die Bedürfnisse all deiner Interessenten, Subscriber und Kunden zu erfahren. Schließlich gibt es nichts Unangenehmeres, als ununterbrochen mit Inhalten bombardiert zu werden, die einen nicht interessieren. Es gilt also, Informationen über deine Klienten zu tracken und zu kategorisieren. Und genau das gelingt dir mit Marketing-Tags. 

Mit Marketing-Tags lernst du deine Kunden, und deren Probleme und Bedürfnisse kennen.

Die Vorteile von Tagging überzeugen auf einen Schlag:

  • Jede Person wird individuell betrachtet und angesprochen.
  • Jede Person erhält relevante, auf ihre Interessen abgestimmte Inhalte.
  • Der Fokus deiner Marketing- und Werbe-Kampagnen wird nur noch auf wahrhaftig potenzielle Kunden gelegt – Streuverluste werden gering gehalten.
  • Die klare Zielgruppe und individuell angepasste Ansprache und Inhalte steigen die Öffnungs- und Klickrate und somit auch die Conversion-Rate all deiner Kampagnen.

Klingt das nicht fantastisch? 

Wie funktionieren Marketing-Tags?

Diese Frage lässt sich nicht ganz pauschal beantworten, denn die Funktionsweise von Tags hängt von der Art des jeweiligen Tags ab (Darauf gehen wir im folgenden Abschnitt näher ein). Grundsätzlich sind aber Tags “Markierung”, die als winzige Code-Schnipsel z.B. in den Quellcode einer Website eingebaut werden. 

Das wichtigste Ziel von Tags ist das Verhalten der Nutzer auf den verschiedenen Marketing-Kanälen (wie z.B. der Website) zu tracken. 

Dadurch lernst du deine Interessenten besser kennenlernen und kannst ihnen genau das liefern, was sie gerade brauchen. Und dadurch sind sie zufrieden und du gewinnst neue und glückliche Kunden – Ein Win-Win für alle! 

Generell kann man die Funktionskette von Tags, anhand einer Website, folgendermaßen erklären:

  • Schritt 1: Der User öffnet eine Website, deren Quellcode daraufhin geladen wird.
  • Schritt 2: Der Internet-Browser liest den Quellcode, in dem die verschiedenen Tags eingebaut sind.
  • Schritt 3: Die Tags werden dem Empfänger-Datensatz des Users hinzugefügt. 

Die Person kann jetzt kategorisiert und seine Interessen für zukünftige Kontaktaufnahmen gespeichert werden. So kann sie individuell angeschrieben und mit für sie relevanten Inhalten weiter versorgt werden. Ähnlich funktionieren die Tags auch bei E-Mail Marketing oder Social-Media Marketing.

Zusätzlich:

Du möchtest wissen, ob ein Kunde bereits kaufbereit ist oder noch kaufbereit werden könnte? Dann solltest du dir unseren Beitrag über Lead-Scoring nicht entgehen lassen.

Arten von Tags im Marketing

Um die genaue Funktion von Tagging im Marketing zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die verschiedenen Arten von Tags: Counter-Tags, Conversion-Tags und Remarketing-Tags.

Counter-Tags

Counter-Tags dienen als Zähler. Mit ihnen lässt sich z.B. die Anzahl der Seitenaufrufe eines bestimmten Nutzers nachvollziehen oder die Zeit, die er auf deiner Website verbracht hat. So kannst du deine Interessenten besser verstehen und auf deren Verhalten entsprechend reagieren. Beispielsweise:

Miriam hat schon mehrmals deinen Blog zum Thema “Golf für Einsteiger” gelesen. Um mit ihr eine tiefere Beziehung aufzubauen, kannst du ihr dann z.B. einen Website Pop-Up mit dem kostenloses E-Book “Die 10 wichtigsten Tipps für Golf-Einsteiger” anzeigen lassen. Mit so einem Lead-Magneten animierst du sie gleichzeitig zur Anmeldung zu deinem Newsletter.

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Tagging im Marketing – Definition und Praxisbeispiele 1

Conversion-Tags

Die Conversion-Tags ermitteln die Anzahl der Conversions deiner Marketing- und Werbe-Kampagen. Eine Conversion kann z.B. ein Kauf in deinem Online-Shop oder die Anmeldung zu deinem Newsletter sein.

Mit Conversion-Tags kannst du auch die Conversions den entsprechende Werbemaßnahmen zuordnen und so den Erfolg jeder einzelnen Kampagne messen. Aufgrund dieser Informationen kannst du anschließend deine Marketing- und Werbe-Strategien optimieren und/oder neu ausrichten..

Remarketing-Tags

Wenn eine Person deine Website immer wieder besucht, kommen die Remarketing-Tags zum Einsatz. Diese Tags identifizieren wiederkehrende Nutzer und geben dir die Möglichkeit sie ganz gezielt anzusprechen und im besten Fall zu einer Conversion zu bewegen. 

Interessiert sich unsere Miriam z.B. für “Das persönliche Golf-Trainingsprogramm für Einsteiger” (das weißt du, weil sie schon deine Sales-Page mehrmals besucht hat), kannst du ihr im Nachhinein weitere Infos dazu im Newsletter schicken oder ihr eine entsprechende Werbung auf Facebook anzeigen lassen. 

Wie du Interessenten zu zahlenden Kunden machst, erfährst du in unserem Beitrag zum Thema Sales-Funnels.

Tagging im E-Mail Marketing

Nicht nur im Quellcode einer Website sondern auch in E-Mails lassen sich Tags verstecken, die dir mit jedem Klick wertvolle Informationen über deine Subscriber geben. So lernst du sie und ihre Interessen besser kennen und kannst sie mit relevanten Inhalten versorgen. Prinzipiell wird beim Hinzufügen der Tags zwischen zwei Vorgehensweisen unterschieden: dem manuellen und dem automatischen Hinzufügen.

Beim manuellen Hinzufügen der Tags machst du die Arbeit selbst: Hast du z.B. mit einem deiner Kunden telefoniert und erfahren, dass er sich für ein spezielles Thema interessiert (z.B. Pflege von Golfausrüstung), kannst seinem Profil in deiner E-Mail-Liste einen entsprechenden Tag manuell hinzufügen.  

Beim automatischen Hinzufügen werden Tags aufgrund des Verhaltens deiner Subscriber ihnen automatisch zugeordnet. Klickt z.B. einen Person in deinem Newsletter auf einen Produkt-Link zu deinem Online-Shop (z.B. auf das Golfschläger-Set für Frauen), wird diese Information in seinem Profil mit einem passenden Tag gespeichert. So kannst du zukünftig diesen Abonnenten ganz gezielt mit weiterführenden Infos und Angeboten für Golfausrüstung für Frauen kontaktieren. 

Und wie genau kannst du Tagging im E-Mail Marketing nutzen?

Segmentierung der Kontakte

Tagging ermöglicht es dir, deine Subscriber zu segmentieren: wenn jemand z.B. den Tag “Golf-Profi” bekommen hat, wird er anhand dieser Information in ein entsprechendes Segment “Golf-Profis” hinzugefügt. Diesem Segment schickst du dann vermehrt relevante Inhalte für Fortgeschrittenen, die z.B. für die Einsteiger noch nicht interessant sind. Auf diese Weise stellst du sicher, dass alle deine Abonnenten genau das bekommen, was sie wollen und brauchen.

Du kannst und solltest deiner Subscriber schon von Anfang an taggen und segmentieren. Die Tags kannst du u.a. anhand folgender Aktivitäten vergeben:

  • Bei der Anmeldung (z.B. wenn jemand sich über das Goodie “10 Tipps für Golfeinsteiger” für den Newsletter angemeldet hat, wird er eher dem Segment “Einsteiger” als “Profis” zugeordnet) – mehr über erfolgreiche Lead-Generierung Maßnahmen erfährst du hier.
  • Beim Öffnen / nicht-Öffnen einer E-Mail (abhängig von der aktuellen Aktivität der Personen, kannst du ihnen auch verschiedene Inhalte schicken).
  • Beim Klick auf einen Link in der E-Mail (z.B. wenn jemand auf den Link zum Video “Vergleich von Golf-Schlägern für Profis klickt, kannst du ihm anschließend weiterführenden Infos und Angebote zu diesem Thema schicken).

Kurz: Abhängig von dem Verhalten deiner Subscriber kannst du sie entsprechend segmentieren und aufgrund dessen mit passenden kontaktieren.

Persönliche Ansprache der Kontakte

Deine Kontakte werden mitsamt aller zugewiesener Tags in einer Liste festgehalten. Zusätzlich kannst du mithilfe von personalisierten Tags (in Mautic sind das die “Custom-Fields”) jeden Kontakt per E-Mail persönlich ansprechen. 

Das einfachste Beispiel ist die Begrüßung: wenn du den Vornamen deiner Subscriber kennst, kannst du sie direkt, mit z.B. “Hallo Max” begrüßen, anstatt mit einer allgemein Floskel wie “Hallo lieber Leser” (die nur dann benutzt wird, wenn du den Vornamen nicht kennst). 

In der E-Mail schaut das dann so aus:

Hallo {contactfield=firstname|lieber Leser}

Dasselbe gilt für Informationen über Wohnort, Geburtsdatum etc.. Auch diese sind hilfreich, um Menschen individuell anzusprechen.

Weitere Tagging Beispiele aus der Praxis

Du kannst dir deine Landing-Page wie ein Auto vorstellen: Von außen sieht es schön aus, funktioniert einwandfrei und alles wirkt so simpel. Doch wenn man es aufschraubt, findet man unzählige kleine Teile, die alle aufeinander abgestimmt sein müssen, um reibungslos zu funktionieren. Genauso verhält es sich mit deiner Website und allen weiteren Marketing-Kanälen, die du benutzt (wie z.B. E-Mails). 

Damit du Tagging im Marketing erfolgreich umsetzen kannst, zeigen wir dir hier einige bekannte Anwendungsbeispiele und Tools aus der Praxis.

Analytics

Das wohl bekannteste Tool, um Analyse-Daten zu gewinnen ist Google-Analytics. Damit gewinnst du wertvolle Informationen über die Nutzer deiner Website: sowohl die demographischen Daten (wie z.B. Alter oder Herkunft), wie das Nutzungsverhalten deiner Website-Besucher.

Die wichtigsten Infos, die du aus Google-Analytics ziehen kannst sind folgende:

  • Wie viele Besucher habe ich auf meiner Website?
  • Welche Seiten/Blogbeiträge werden oft besucht und wie lange werden diese angeschaut?
  • Bei welchen Seiten und wann springen die Leute ab?
  • Über welche Kanäle (Keywords in Suchmaschinen, Social-Media, Marketing- und Werbe-Kampagnen) kommen die Besucher auf meine Website?
  • Welche Kampagnen (E-Mail-, Werbe-Kampagnen usw.) konvertieren gut?
  • Welche demographischen Daten haben meine Nutzer?

Es gibt natürlich auch andere Methoden und Tools deine Website-Besucher zu analysieren. Dazu gehören z.B. Programme wie Hotjar, die mit Heat-Maps arbeiten. 

Und auch mit Mautic kannst du ein übergreifendes Tracking über alle deine Marketing-Kanäle betreiben.

Werbung 

Werbe-Kampagnen sind umso erfolgreicher, umso mehr Informationen du über deine Zielgruppe sammelst.

Facebook z.B. hat mit seiner Funktion von “Custom-Audiences” ein hilfreiches Tool auf den Markt gebracht. Diese “Custom-Audiences” werden mithilfe von Pixels (auch eine Art von Tagging) erstellt, die auf deiner Website platzieren werden.

Wenn Heinrich den Blogartikel über “Vergleich der 5 besten Golf-Sets für Einsteiger” liest (und diese Seite mit einem Facebook-Pixel versehen ist), wird er einer bestimmten “Custom-Audience” hinzugefügt. So kannst du ihm nachher auf Facebook eine Werbung für das Golf-Set, dass du verkaufst, anzeigen lassen. Mit einer so zielgerichteten Werbung konzentrierst du dich nur noch auf ausgewählte Menschen, die sehr wahrscheinlich Interesse an deinem Produkt haben. Solches Ausspielen von Werbung spart nicht nur Geld sondern erhöht auch die Verkaufschancen.

Pixels und Tags können dir auch beim Retargeting helfen. Aufgrund des Surf-Verhaltens deiner Interessenten kannst du die bereits mit dir und deinem Produkt vertrauten Personen entsprechende Informationen ausspielen, die sie zum Kauf bewegen. Hat Heinrich beispielsweise auf deine Werbung von dem Golf-Set schon ein paar Mal geklickt, aber noch nicht gekauft, kannst du ihn per Newsletter mit weiteren, zum Kauf animierenden Informationen und Angeboten versorgen oder eine neue Werbung mit einem Gutschein anzeigen lassen.

Aber nicht nur über Facebook sondern auch über Google-Adwords, LinkedIn, Instagram, Twitter & Co. kannst du mit Hilfe von Tagging zielgerichtete und individualisierte Werbung schalten. 

Marketing-Automation

Zum Glück gibt es Marketing-Automation und Tools wie Mautic. Diese helfen dir dabei deine Marketing-Prozesse zu automatisieren und nehmen dir damit eine Menge Arbeit ab. 

Sehen wir uns hier wieder die Miriam an, die den Beitrag zum Thema “Tipps für Golf-Einsteiger” gelesen hat: 

Sie hat sich als Goodie das E-Book “Die 10 wichtigsten Tipps für Golf-Einsteiger” geholt und sich somit zu deiner E-Mail-Liste eingetragen. Anhand dieser Informationen, die du schon über sie hast, wird sie automatisch mit einem passenden Tag versehen, in ein entsprechendes Segment hinzugefügt und mit einem relevanten Marketing-Funnel versorgt. Je nachdem, wie sie darauf reagiert, kannst du ihr dann passenden weitere Nachrichten auch über andere Kanäle schicken (wie z.B. aktuelle News über WhatsApp, einen Gutschein über einen Website-Pop-Up oder eine zum Kauf animierende Werbung auf Facebook).

Mit Marketing-Automation Tools, wie Mautic, erstellst du automatisch ausführliche Profile deiner Interessenten, Subscriber und Kunden. 

Du lernst sie immer besser kennen und erreichst sie genau dort, wo sie gerade sind, mit genau den Inhalte, die sie wollen und zu genau dem Zeitpunkt, der für sie passend ist.

Social-Media

Es gibt diverse Plugins, wie z.B. Facebook Social-Plugins, mit denen du Share-Buttons für deine Social-Media Kanäle in deine Website einbauen kannst. Solche Buttons ermöglichen deinen Website-Besuchern, bestimmte Inhalte zu liken, teilen oder an andere zu versenden. So kannst du das Wachstum deiner Social-Media-Auftritte schon beginnend auf deiner Website ankurbeln. Und vor allem: Du sammelst damit nützliche Information über die Interessen deiner Nutzer. Praktisch, oder?

Auch der bekannten “Facebook-Login” (möglich z.B. mit Mautic), macht die Anmeldung sowohl für deine Interessenten einfacher, wie versorgt dich mit wertvollen Daten über ihr Verhalten.

Tags erleichtern dein Marketing

Nutzt du Tags schon bewusst oder bist du noch ein Neuling? 

Tagging im Marketing erleichtert deinen Business-Alltag enorm! 

Für erfolgreiches Online-Marketing ist es wichtig, deine Nutzer so gut es geht kennenzulernen. Nur so kannst du sie zu jeder Zeit und mit genau den Inhalten versorgen, die sie benötigen. Mit der Folge: Zufriedene Kunde und steigende Conversion-Rates – und das wünschen wir uns doch alle, nicht wahr?

Jetzt bist du bestens mit allem nötigen Wissen über Tags ausgestattet und uns bleibt nicht viel mehr zu sagen als: Viel Erfolg und Happy Tagging! 

Und:

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Über den Author

Alex Hammerschmied

Marketing-Automation Spezialist und Gründer von hartmut.io. Er hilft UnternehmerInnen dabei voll automatisiert mehr zu verkaufen. Außerdem liebt er Tee, die Zeit mit seiner Familie und außergewöhnliche Geschäftskonzepte. Wenn er nicht am Golfplatz ist oder Zeit mit seiner Familie verbringt, hilft er Unternehmern und Selbstständigen dabei, mit der Dive-To-Market® Methode und optimierten E-Mail Marketing Sequenzen, hochqualifizierte Leads zu generieren.

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