Mai 21

Wie du deine Lead-Generierung DSGVO-konform, einfach und effektiv gestaltest

Lead-Generierung ist f√ľr den Erfolg jedes Unternehmen essenziell: um neue Kunden zu gewinnen und mit den bestehenden gute Beziehungen zu pflegen. Nur mit der DSGVO (der Datenschutz-Grundverordnung) gibt es so viele Regeln, die zu beachten sind…

Kann man noch √ľberhaupt problemlos spannende Newsletter verschicken und das eigene Wissen in Form von Goodies im Austausch gegen eine E-Mail-Adresse teilen? Absolut! In diesem Artikel stellen wir dir einfache L√∂sungen vor, wie du deine Lead-Generierung DSGVO-konform, abmahnsicher und vor allem effektiv gestaltest.

Was sind Leads und wie werden sie generiert?

Einen Lead zu generieren bedeutet einen Interessenten zu gewinnen. Und sobald dessen Interesse durch eine (meistens noch unverbindliche) Kaufabsicht, wie zum Beispiel die Buchung eines kostenlosen Erstgespr√§ch, bekr√§ftigt wird, sprechen wir von einem qualifizierten Lead. 

Leads werden dann generiert, wenn eine Person dir seine Kontaktdaten, z.B seine E-Mail-Adresse oder die Telefon-Nummer, freiwillig hinterlässt.

F√ľr dich als Unternehmer ist Lead-Generierung von einer gro√üen Bedeutung. Aus Leads werden n√§mlich zahlende Kunden. 

Um Leads zu generieren, ben√∂tigst du ein entsprechendes Marketing-Automation-Tool. Deine Interessenten k√∂nnen dir dann z.B. √ľber ein Anmeldeformular auf deiner Website oder √ľber die Abfrage im Facebook-Messenger Nihre Kontaktdaten geben. Alles weitere: die Speicherung der Daten, die DSGVO-konforme Double-Opt-In Kampagne, das Tracking und der Versand von relevanten Informationen an deine Abonnenten (z.B von Newslettern, WhatsApp Nachrichten, Push-Notifications usw.) wird dann von deinem Marketing-Automation-Tool √ľbernommen.

Lead-Generierung DSGVO-konform gestalten: was ist noch erlaubt?

Das Abfragen  und Speichern pers√∂nlicher Daten ist im Rahmen einer DSGVO-konformen Lead-Generierung ein sensibles Thema. Hier bekommst du eine √úbersicht, welche Daten und wie lange du speichern darfst, und wie du diese abmahnsicher erlangst.

Welche personenbezogene Daten darf ich speichern?

Abfragen kannst du theoretisch alles. Sowohl personenbezogene Daten wie z.B. Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder die IP-Adresse, als auch sensible Daten, wie die Kreditkarten-Nummer oder medizinische Informationen. 

√úberlege dir jedoch gut, was du f√ľr den weiteren Kontakt mit deinen Leads wirklich ben√∂tigst. Denn:

  • Keiner hat Lust ewig lange Frageb√∂gen auszuf√ľllen. 
  • Die DSGVO verlangt Datensparsamkeit. D.h. du darfst nur solche Daten verpflichtend abfragen, die f√ľr deine Unternehmenszwecke notwendig sind.

Wenn du also deinen Interessenten z.B. ein E-Book per E-Mail verschicken willst, brauchst du daf√ľr nur ihre E-Mail-Adresse. Du kannst nat√ľrlich auch nach dem Namen fragen, da personalisierte E-Mails immer besser ankommen. Diese Angabe darf aber nicht als Pflichtfeld angelegt sein. Und ob du in so einem Fall zus√§tzlich nach der Telefon-Nummer oder dem Geburtsdatum fragen solltest, ist sehr fragw√ľrdig.

Kopplungsverbot: Sind Lead-Magneten noch erlaubt?

Die wohl bekannteste Form von Lead-Magneten im Online-Marketing sind Freebies. Damit bietest du deiner Zielgruppe kostenlos n√ľtzliche Informationen an, im Tausch gegen ihre E-Mail-Adresse. 

Lead-Magneten sind eine fantastische Möglichkeit, um erfolgreich neue Leads zu generieren.

Bei der Anmeldung f√ľr ein Freebie muss den Personen aber klar sein, dass sie nachher auch weitere E-Mails von dir bekommen werden. Um also hier die Lead-Generierung DSGVO-konform zu gestalten, musst du schon in dem Anmeldeformular schreiben, dass die Anmeldung f√ľr das Freebie gleichzeitig die Anmeldung zu deinem Newsletter bedeutet.

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Brauche ich wirklich ein Double-Opt-In?

Die Antwort ist: Ja. Ohne das zus√§tzliche Einverst√§ndnis deiner Interessenten √ľber den Best√§tigungslink in einer Double-Opt-In E-Mail, darfst du ihnen nach der ersten Kontaktaufnahme laut DSGVO keine weiteren Informationen zusenden. Ohne einer erfolgreich abgeschlossenen Double-Opt-In Kampagne, hast du also auch keinen neuen Lead gewonnen.

Die meisten Lead-Management-Tools bieten dir aber die M√∂glichkeit das f√ľr die DSGVO-konforme Lead-Generierung n√∂tige Double-Opt-In Verfahren einfach zu erstellen. Ebenso Mautic, vor allem in der von hartmut.io gemangten Version.

Wie viel Transparenz verlangt die DSGVO bei der Lead-Generierung?

Das Double-Opt-In Verfahren sichert dir das Recht deinen Leads regelm√§√üig E-Mails mit relevanten Informationen zu schicken. Aber was musst du noch alles beachten, um deinen Abonnenten gegen√ľber ehrlich und transparent davor stehen zu k√∂nnen?

Informationen im Anmeldeformular

Noch vor der Anmeldung m√ľssen deine Interessenten √ľber Folgendes informiert werden:

  • Welche Informationen sie von dir per E-Mail bekommen werden?
  • Was alles mit ihren Daten noch passieren wird?
  • Wie sie ihre Anmeldung  wieder k√ľndigen k√∂nnen?

Deswegen solltest du im Anmeldeformular ganz klar schreiben, zu welchen Themen du E-Mails an deine Abonnenten versenden wirst. Und zus√§tzlich einen Link zu der Datenschutzerkl√§rung hinterlassen, wo √ľber alles weitere, wie z.B. die Analyse der Nutzerdaten, das Tracking der Nutzer und die Widerrufsm√∂glichkeit, aufgekl√§rt wird.

Informationen in der Datenschutzerklärung

√úber die Nutzung und Verarbeitung personenbezogener Daten, musst du gesondert Auskunft erteilen. 

Z√§hlst du, wie viele Besucher es auf deinem Blog t√§glich gibt? Trackst du, welche Nutzer welche Inhalte gesehen haben, um ihnen nachher relevante E-Mails zu schicken? Analysierst du welche Links in deinem Newsletter geklickt wurden oder wie hoch die √Ėffnungsrate war? Hast du einen Facebook-Pixel auf deiner Website eingebaut, um sp√§ter passende Werbung an die entsprechenden Personen zu schicken? 

Alle diese Informationen stellst du am besten √ľbersichtlich in der Datenschutzerkl√§rung zusammen. 

Der Widerruf der Einwilligung

Eine erteilte Einwilligung (z.B f√ľr den Versand von Newslettern) darf von deinen Abonnenten jederzeit ohne Erkl√§rung widerrufen werden. Deswegen musst du ihnen auch eine Abmeldung einfach und √ľbersichtlich erm√∂glichen. Jede E-Mail von dir sollte daher einen deutlichen Abmelde-Link drinnen haben.

Die Nachweispflicht

Artikel 7 der DSGVO verpflichtet dich auch nachweisen zu k√∂nnen, dass der Nutzer deines Angebotes der Verarbeitung seiner Daten zustimmt. Deshalb solltest du seine Einwilligungserkl√§rung mit den Informationen √ľber das Datum, die anonymisierte IP-Adresse, das genutzte Anmeldeformular sowie den Zweck der Datenerhebung an einem sicheren Ort hinterlegen. Marketing-Automation Tools, wie Mautic, speichern diese Daten und helfen dir somit diese Nachweispflicht zu erf√ľllen.

Der Auftragsdatenverarbeitungsvertrag 

Wenn du Marketing-Automation-Tools benutzt, wird die Verarbeitung sensibler Daten und die Protokollierung der Vorg√§nge auch von deren Betreiben automatisch gemacht. Damit dies DSGVO-konform passiert, musst du mit deinem Anbieter einen ‚ÄúAuftragsdatenverarbeitungsvertrag‚ÄĚ abschlie√üen. Viele, so wie wir bei hartmut.io auch, haben einfachheitshalber diesen Vertag schon in ihren AGBs inkludiert.

Gew√§hrleistung des Datenschutzniveaus 

Bei Unternehmen au√üerhalb der EU bedarf es zus√§tzlich eines Beweises, dass die Daten in dem sog. ‚ÄěDrittland‚Äú genauso sicher sind wie in der EU. Viele amerikanische Anbieter unterliegen z.B. dem ‚Äúprivacy shield‚ÄĚ, was dir eine sichere Zusammenarbeit mit ihnen erm√∂glicht.

Darf ich Leads noch kaufen?

Es mag dich √ľberraschen, doch selbst nach dem Inkrafttreten der DSGVO ist der Kauf von Kontakten zur Lead-Generierung erlaubt. Bevor du aber jetzt in laute Jubelschreie ausbrichst, √ľberdenke diesen Plan noch einmal.

Es ist immer besser deine eigene E-Mail-Liste aufzubauen.

Anonym gekaufte Kontakte von externen Anbietern liefern nur selten die notwendige Qualit√§t, die du f√ľr den Aufbau deines soliden Kundenstamms ben√∂tigst. Denn laut DSGVO m√ľssten die gelisteten Kontakte vorher der Weitergabe an Dritte ‚Äď also an dich ‚Äď zugestimmt haben und sich nat√ľrlich auch DSGVO-konform in die Liste deines Verk√§ufers angemeldet haben. Selten ist es der Fall und die √úberpr√ľfung sehr schwierig.

Auch die Qualit√§t der Kontakte (wie alt, wie ‚Äúwarm‚ÄĚ und wie interessiert sie an deinem Angebot sind) l√§sst oft viel zu w√ľnschen.

Der sichere und bessere Weg ist es immer, dir deine eigenen Kontakte aufzubauen. 

Ist die Nutzung vom  Facebook-Pixel f√ľr die Lead-Generierung DSGVO-konform?

Du hast bestimmt schon von Social-Media-Marketing gehört oder selbst Erfahrungen damit gemacht.

√úber Plattformen, wie Facebook oder Instagram, kannst du ganz gezielt neue Leads sammeln.

Meistens passiert das mit Hilfe von Werbung. Damit du aber nicht wahllos deine Anzeigen zur Lead-Generierung schaltest und viel Geld verbrennst, solltest du diese nur interessierten Personen anzeigen. 

Ein klassisches Beispiel: jemand liest deinen Blogbeitrag zum Thema ‚ÄúDie gesundheitlichen Vorteilen von Mangos‚ÄĚ. Genau dieser Person kannst du sp√§ter eine Facebook-Werbung anzeigen lassen, wo ein Freebie ‚Äú5 schmackhafte Mango-Rezepte‚ÄĚ beworben wird. Juhu – ein neuer wurde Lead generiert!

Nur woher weiß Facebook wem es diese Werbung zeigen soll?

Daf√ľr baust du auf deiner Website ein spezielles Tracking-Tool – den Facebook-Pixel – das die bei Erstellung relevanter Zielgruppen hilft.

Um dies DSGVO-konform zu gestalten musst du die Nutzung des Facebook-Pixel in deine Datenschutzerkl√§rung einbauen. Und dein Website-Besucher muss dem Tracking zustimmen – dies passiert √ľber den entsprechenden Cookie-Banner.

Deine Lead-Generierung erf√ľllt alle Anspr√ľche der DSGVO

Effektive Lead-Generierung von wahrhaftig interessierten potenziellen Kunden ist f√ľr den Erfolg deines Unternehmens essenziell. Das Vertrauen deiner Interessenten in dich, dein Business und deine Aufrichtigkeit, genauso. 

Ehrlich und gezielt getrackte und gesammelte Daten dienen nicht nur dir, sondern auch deinen Abonnenten. Je besser du sie kennst, desto einfacher kannst du ihnen relevante Informationen zum passenden Zeitpunkt schicken. Es ist die gew√ľnschte Hilfe, f√ľr die dich deine Kunden lieben werden, nicht willk√ľrlich an alle versendeten E-Mails‚Ķ

Wenn du die paar oben genannten Punkte verfolgst, bist du auch rechtlich immer auf der sicheren Seite.

Um mit allen Entwicklungen in der digitalen Welt des Marketings up-to-date zu bleiben, abonniere den Marketing-Automation Newsletter. Und:

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Wie du deine Lead-Generierung DSGVO-konform, einfach und effektiv gestaltest 1

F√ľr eine pers√∂nliche Unterst√ľtzung bei der effektiven und DSGVO-konformen Kundengewinnung melde dich gerne bei uns per E-Mail. Mache aus deinen Interessenten durch simple Schritte qualifizierte Leads und letztlich √ľberzeugte Kunden.

√úber den Author

Alex Hammerschmied

Gr√ľnder und Marketing-Automation Spezialist bei hartmut.io. Er hilft UnternehmerInnen und Selbst√§ndigen voll automatisiert mehr zu verkaufen. Mit der Dive-to-Market¬© Methode und optimierten Sales-Funnels generieren sie gemeinsam hochqualifizierte Leads, gewinnen zufriedene Kunden und skalieren ihr Business. Au√üerdem liebt er Tee, die Zeit mit seiner Familie und au√üergew√∂hnliche Gesch√§ftskonzepte.

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