Mai 5

Im Warenkorb die Absprungrate verbessern – 13 einfache Tipps

E-Commerce Marketing

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Es ist frustrierend: Potenzielle Kunden klicken sich durch das Angebot in deinem Shop, packen ihren Warenkorb voll und – springen im letzten Moment ab. Wenn du jetzt nickend vor deinem Bildschirm sitzt, ist dieser Beitrag wie für dich gemacht. 

Hier erfährst du wie du in deinem Warenkorb die Absprungrate verbessern kannst, und zwar mit einfachen, aber effektiven Mitteln. 

Bist du bereit deine Absprungrate deutlich zu senken und mehr Kunden für dich zu gewinnen? 

Wie hoch ist die durchschnittliche Absprungrate im Warenkorb?

Du bist mit deinem Problem der kurz vorm Kauf abspringenden Kunden bei weitem nicht allein. Über 40 % der Online-Shopper überlegen es sich im letzten Moment anders. Dieser Absprungrate-Durchschnitt scheint erschreckend hoch, lässt sich aber bei näherer Betrachtung einfach erklären. 

Die meisten Kunden entscheiden sich aus recht banalen Gründen kurz vorm Kaufabschluss nochmal anders, beispielsweise weil ihnen die Lieferzeit zu lang ist. Mit 100%iger Sicherheit wirst du die Gründe des Einzelnen nicht herausfinden. Aber du kannst deinen Shop so optimieren, dass sich deine Absprungrate verbessert. 

Absprungrate verbessern – das musst du im Vorfeld wissen

Bevor wir zu den Tipps kommen, mit denen du deine Absprungrate verbessern kannst, lass uns noch kurz über drei wichtige Fragen reden: 

  1. Was ist die Absprungrate überhaupt? 
  2. Was sagt die Absprungrate aus?
  3. Was ist ein guter Wert für die Absprungrate?

Gehen wir chronologisch vor. Der Begriff „Absprungrate“ kommt vom englischen Ausdruck „Bounce-Rate“. Gemeint ist damit der Anteil an Besuchern, die eine Seite wieder verlassen, ohne eine Unterseite zu besuchen. In Bezug auf den Warenkorb ist die Definition der Absprungrate aber eine andere: Hier bezeichnet die Absprungrate den prozentualen Anteil der Kunden, die zwar ihren Warenkorb füllen, sich aber vor dem Kauf noch anders entscheiden. 

Über 40 % der Online-Shopper überlegen es sich im letzten Moment anders und brechen den Kauf ab.

Die Absprungrate gibt dir dementsprechend Auskunft darüber, wie viele Besucher du auf deiner Webseite halten kannst. Somit liefert sie dir Anhaltspunkte dafür, wie deine Webseite bei den Besuchern ankommt und was du ändern kannst, um die Absprungrate zu verbessern. 

Eine valide Aussage darüber, was ein guter Wert für die Absprungrate ist, lässt sich aber nicht verlässlich sagen. Dafür gibt es einen einfachen Grund: Es spielen zu viele Faktoren eine Rolle. So haben Blogs beispielsweise eine wesentlich höhere Absprungrate als Ratgeberseiten. Insbesondere im Warenkorb ist es knifflig: Möglicherweise liegt der Absprung gar nicht an deiner Webseite, sondern der Fast-Käufer hat es sich schlicht wegen des Gelds anders überlegt. 

Doch nun zu den versprochenen Tipps, mit denen du deine Absprungrate verbessern kannst. 

13 Tipps, um die Absprungrate im Warenkorb zu verbessern

Mit den folgenden 13 Tipps kannst du deine Absprungrate ganz einfach verbessern. Natürlich musst du nicht alle Ratschläge auf einmal umsetzen, sondern kannst mit einigen wenigen anfangen. Du wirst schnell eine Verbesserung merken. Los geht’s! 

1. Erlaube anmeldefreies Bestellen

Es ist ein kleiner, aber wirksamer Tipp, um deine Absprungrate zu verbessern: Erlaube anmeldefreies Bestellen. Der Kunde kann dabei einfach als “Gast” bestellen, ohne sich vorher anmelden zu müssen. Viele Kunden (um genauer zu sein über 30 %) brechen nämlich dann einen Bestellvorgang ab, wenn sie dazu aufgefordert werden, sich zu registrieren. 

30 % der potenziellen Käufer brechen einen Bestellvorgang ab, wenn sie dazu aufgefordert werden ein Konto registirieren zu müssen.

Wenn du also anmeldefreies Bestellen erlaubst und das auch eindeutig auf deiner Webseite kommunizierst, kannst du deine Absprungrate verbessern. 

2. Biete viele Zahlungsarten an

Je mehr Bezahlungsmethoden du anbietest, desto wahrscheinlicher ist es, dass du deine Kunden bis zum Kaufabschluss halten kannst. Haben deine Kunden beispielsweise nur die Wahl zwischen Kreditkartenzahlung und PayPal, verfügen aber über beides nicht, werden sie deinen Shop verlassen. 

3. Zeige im Shop die lokale Währung an

Damit der Kunde sich sicher fühlt und auf einen Blick weiß, welche Kosten entstehen, ist eins besonders wichtig: Zeige in deinem Shop die lokale Währung an und rechne auch in dieser ab. So kommen auf den Kunden keine bösen Überraschungen zu, wodurch deine Absprungrate verbessert wird. 

4. Vermeide unnötige Klicks

Führe deine Kunden mit so wenigen Klicks wie nur möglich zum Kauf. Warum? Es schont die Nerven deines Kunden und bringt ihn schneller zum Ziel. Muss ein Kunde nach jeder Eingabe erst weiterklicken, wird er schnell ermüden und hat besonders viel Zeit, seine Kaufentscheidung nochmals zu überdenken. Wenn du deine Absprungrate also verbessern möchtest: Keep it simple! 

5. Verschlüssele deine Seite mit SSL

Eine mit SSL verschlüsselte Website ermöglicht durch ein Sicherheitsprotokoll eine sichere Kommunikation zwischen einem Internetbrowser und einem Webserver. Nichts schreckt einen Kunden mehr vom Kauf ab, als wenn ihm die besuchte Webseite als „nicht sicher“ angezeigt wird. Dein Content und Webauftritt können hier noch so gut sein: Der Kunde wird noch vor dem Kauf abspringen. 

Zusätzlich ist die Verschlüsselung der Website mit einem SSL Zertifikat in der gesamten EU verpflichtend, sobald du Daten deiner Kunden sammelst, was du bei einem Bestellvorgang in deinem Online-Shop machst.

6. Vermeide unnötige Eingabefelder

Was ihre Daten angeht, sind die Menschen in den letzten Jahren sensibler geworden. Komme dieser Vorsicht entgegen, indem du deine Kunden immer nur nach den Daten fragst, die du auch wirklich von ihnen benötigst. Sollen Kunden beispielsweise eine Telefonnummer angeben, werden sie schnell skeptisch. Und mal ehrlich: Wofür brauchst du die? Ebenso benötigst du beispielsweise von Privatkunden keine Steuernummer, also lass das Eingabefeld einfach weg oder stelle es beispielsweise für Firmenkunden auf “optional” ein. 

7. Stelle sicher, dass deine Website schnell lädt

Wer nur kurz etwas bestellen möchte und vor einer in Zeitlupe ladenden Webseite sitzt, hat schnell die Nase voll und wirft das Handtuch. Um das zu verhindern und deine Absprungrate zu verbessern, musst du also dafür sorgen, dass deine Webseite schnell lädt. So kannst du deine Kunden bei Laune halten und ihnen das Gefühl vermitteln, schnell und unkompliziert zum Kaufabschluss zu gelangen. 

8. Prüfe die Eingaben sofort

Sicher kennst du das auch: Du füllst alle Eingabefelder nach bestem Wissen und Gewissen aus, bestätigst deine Angaben und erhältst eine Fehlermeldung nach der anderen. Hier fehlt etwas, da ist was falsch, dort musst du zwingend eine Telefonnummer eingeben usw. Das ist für die meisten Kunden schlicht so nervig, dass sie schnell aufgeben. Mit einer automatischen Eingabe-Prüfung kannst du dieses Problem umgehen und deine Kunden schon während der Eingabe auf Fehler hinweisen. So einfach kannst du deine Absprungrate verbessern.

9. Vermeide, dass deine Shop-Besucher ihre Eingaben wiederholen müssen

Sorge unbedingt dafür, dass deine Besucher bei falschen Eingaben nur das Eingabefeld mit der falschen Angabe erneut ausfüllen müssen. Wenn du wegen einer falschen Angabe die Neu-Ausfüllung des ganzen Bestellformulars forderst, wirst du deine Kunden wahrscheinlich vertreiben. 

10. Biete eine Kontaktmöglichkeit an

Dieser Tipp wird häufig unterschätzt: das Anbieten einer Kontaktmöglichkeit. Wenn deine Kunden während ihres Einkaufs immer die Nummer des Kundenservice vor Augen haben, gibt ihnen das ein gutes Gefühl. Sollten Sie auf ein Problem stoßen oder mit der Bestellung nicht weiterkommen, haben sie einen Ansprechpartner. Und das verbessert die Absprungrate. 

11. Vermeide versteckte Kosten

Versteckte und nicht von Anfang an klar kommunizierte Kosten ärgern Kunden sehr. Nicht wenige entscheiden sich dann kurzerhand anders und schließen den Einkauf nicht ab. Wenn du deine Absprungrate verbessern möchtest, achte also darauf, alle anfallenden Kosten von Anfang an transparent darzustellen. 

12. Biete eine kurze Lieferzeit an

In unserer schnelllebigen Gesellschaft wollen die meisten Menschen nicht mehrere Tage oder gar Wochen auf eine Bestellung warten. Wenn du also die Möglichkeit hast, dann biete eine möglichst kurze Lieferzeit an. Das Versprechen, dass deine Kunden schnell an die Ware kommen, wird deine Absprungrate verbessern. 

13. Führe eine Abandoned-Cart Kampagne mit Mautic durch

Sollte ein Kunde einen Kauf abbrechen, aber schon in deiner Datenbank gelistet sein, hast du noch eine andere Möglichkeit: Mit E-Mail-Tools, wie z.B. Mautic kannst du eine sogenannte Retargeting-Mail an den abgesprungenen Kunden senden lassen. In dieser wird er an seinen vollen Warenkorb erinnert oder nach den Gründen für den Kaufabbruch gefragt. Denke aber dran, in deiner Datenschutzerklärung über die Retargeting-Mails aufzuklären. 

Von diesem Service kannst du auch dann Gebrauch machen, wenn der Kunde dem Zusenden von kommerziellen Mails zugestimmt hat. Auch so kannst du deine Conversion-Rate optimieren, nebenher ein bisschen Marketing betreiben und die Verbesserung der Absprungrate erzielen. 

Absprungrate verbessern – schon kleine Schritte können Großes bewirken

So, das war viel Input auf einmal. Wenn du dich jetzt erschlagen fühlst, atme erst einmal tief durch. Du musst nicht alle Tipps auf einmal umsetzen, sondern kannst deinen Shop Schritt für Schritt optimieren. Pick dir einfach einen Tipp heraus und integriere ihn in deinen Shop. Du wirst sehen, dass du auch schon mit einigen wenigen kleinen Veränderungen Großes bewirken kannst. 

Mit welchem Tipp beginnst du, deine Absprungrate zu verbessern? Wir freuen uns, wenn du deine Erfahrungen mit uns teilst! 

Und wenn du mehr Infos darüber bekommen möchtest, wie du dein Business mit gezieltem E-Commerce-Marketing auf das nächste Level bringst – abonniere hier Hartmut’s Newsletter.

Über den Author

Alex Hammerschmied

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